Museen und historische Plätze

Der Wohn- und Regierungssitz der Sultane war Jahrhunderte lang der Topkapi Sarayi in Istanbul. Dieser war auch der Verwaltungszentrum des Osmanischen Resiches. Heute ist er aber ein Museum, in dem sich Sammlungen von Porzellan, Handschriften, Poträts, Gewänder, Juwelen und Waffen aus dem Osmanischen Reich wiederfinden. Das Museum enthält auch einige Reliquien, wie zum Beispiel Waffen Mohammeds und der ersten Kalifen, eines der ältesten Koranexemplare. Angeblich sollen hier auch Barthaare des Propheten gesehen werden, deshalb verlangen einige konservativen Muslime die Schließung des Palastes für Touristen. Das Museum hat unter anderem, auch die Kulisse zum gleichnamigen Film „Topkapi“ mit Peter Ustinov im Jahre 1964 gebildet.

Gegenüber von Topkapi befindet sich die Hagia Sophia, welche früher die Hauptkirche des byzantinnischen Reiches und religiöser Mittelpunkt der Ortodoxie gewesen ist. Nachdem die Osmanen das Land erobert haben, wurde die Hagia Sophia in die Hauptmoschee der Osmanen umgewandelt. Heute kann man diese besuchen, da die Moschee ein Museum ist.

Die zweitberühmteste Kulturstätte des Landes ist die antike Metropole Ephesos, die von ungefähr 2 Millionen Touristen jährlich besucht wird. Seit 1895 wird die Stätte von österreichischen Archälologen erforscht, vor allem beeindruckend ist die aufgerichtete Fassade des Celsus-Bibliothek und die Ruinen der Hanghäuser der Touristen.

Die vielleicht bekannteste Stadt des Altertums, Troja, befindet sich in der Türkei. Sie liegt im Nordwesten des Landes und das nachgestellte janische Pferd wird jährlich von zahlreichen Touristen bestiegen.

Das Archäologische Museum in Istanbul ist einer der europaweit bekannteste Museeum überhaupt. Nicht zu vernachlässigen ist aber auch das Museum für anatolische Zivilisation in Ankara.

Sehr interessant dürfte auch der Ishak Pasa Sarayi sein, derzwischen 1685 und 1784 erbaut wurde und heute in Ruinen liegt, früher aber ein burgähnlicher Palast des kurdischen Emirs Colak Abdi Pasa war. Er liegt im äußersten Osten des Landes, an einem Berghang. Der Gebäudekomplex ist deswegen interessant, weil er armenische, georgische, persische, seldschukische und osmanische Architekturstile vereint.

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