Landschaftsbild Türkei
Die Türkei wird in sieben geographische Gebiete eingeteilt: Marmaragebiet, Agäisgebiet, Schwarzmeergebiet, Zentralanatolien, Mittelmeergebiet, und Ost- und Südanatolien. Man kann mit freiem Auge die großen Unterschiede bezüglich der Vegetation und der Wetterbedingungen in diesen Zonen sehen.
Thrakien ist eine Region, welche westlich vom Bosporus liegt, das auf der europäischen Seite. Auf der Hochebene von Thrakien liegt der Fluss Meric. Dieser ist genau an der Grenze zu Griechenland. Weiter östlich der Bosporus Region liegt die Marmoarazone, diese trennt Europa von Asien beziehungsweise das Agäische Meer vom Schwarzen Meer. Auf einer länge von 60 km erstrecken sich auch die Dardanellen. Am Bosporus trifft man auf die Hauptstadt der Türkei, Istanbul, das zu einer Millione-Metropole geworden ist. In dieser Region trifft man oft auf hugelige Lanschaften, die von Büschen und Wäldern bedeckt sind. Der Ackerboden wird im Osten zu einer Steppenlandschaft. Diese Region bildet aber den wirtschaftlichen Mittelpunkt des Landes, da die Stadt Bursa, neben seinem Bekanntheitsgrad als Kurort, auch sehr berühmt für seine Schwefel- und Thermalquellen ist. Außerdem liegt die Stadt sehr nahe am Uludag Gebirge, das ein sehr beliebtes Reiseziel ist.
Landwirtschaftlich sehr intensiv wird aber auch die Agäis-Region genutzt. Diese Zone liegt entlang der Westküste zwischen Çanakkale und Bodrum, und wird von Toruisten besonders bevorzugt. Was aber die Landwirtschaft angeht, kann man hier außer den Zypressen und den Olbäumen auf Weinreben treffen, die besonders gut verkauft werden. Die Zone ist auch sehr reich an Kultur, da hier viele antike Bauten aus der Zeit der griechischen Besiedlung wiedergefunden werden können. Beispiele dafür sind Troja, Assos, Pergamon, Ephesus, Priene, Milet, Didyma und Euromos.
Der nördliche Küstenstreifen der Türkei ist die Region, wo das Land vom milden, feuchten Klima des Schwarzen Meeres stark beeinflusst wird. Die bergigen Landschaften werden von großen Wäldern bedeckt. Hier ist der Boden sehr fruchtbar, deshalb werden in dieser Region Tee, Tabak, Mais und Haselnüsse angebaut.
In Zentralanatolien wird die Landschaft von Hochebenen charakterisiert. Hier kann man den Salzsee Tuz Gölü und de Gebirgsketten, welche teils bis zu 3.900 m hoch werden können. Im Osten der Region ist Kappadokien, das sehr berühmt ist. Hier kann man aus Tuffstein getriebene Wohnhöhlen und Felsenkirchen in bis zu 2000 m hohen Bergkegeln sehen. Innenanatolien ist aber dagegen von einer Steppenlandschaft geprägt und ist eine der trockensten Regionen aus der Türkei. Im Gebiet um Tuz Gölü nimmt die Landschaft schon eine wüstenartige Gestalt an. Deshalb ist auch die landwirtschaftliche Nutzung des Bodens hier nicht so ausgeprägt wie in anderen Zonen des Landes. Hier werden aber trotzdem Weizen, Gerste und Obst angebaut. Das Klima besteht aus heissen, trockenen Tagen und kühlen Abenden. Im Winter können Temperaturen unter -20 Grad Celsius sein.
Im Südostanatolien ist die älteste Kulturregion des Landes. Die Region wird vom Taurus-Gebirge umschlossen und die beiden Flüsse Eurphrat und Tigris verlaufen hier. Diese Zone wird vor allem für Weizen-, Gersten, Wein-, Oliven- und Pistazienanbau genutzt. Außerdem werden zur landwirtschaftlichen Kultivierung im Rahmen des Südostanatolischen-Projekts etlang der zwei Flüsse über 22 Staudämme errichtet.