Film
Auch in der Tükei wird das Massenkino von trivialen und leichten Filmen, vor allem Komödien und Action-Filme, überflutet. Sehr beliebt sind die Komödien mit Kemal Sunal, der jedes Mal in einer Paraderolle ist und den sympathischen Verlierer aus der Unterschicht darstellt. Dieser wird vom Publikum sehr geliebt, da er trotz aller Situationen, sein Herz am richtigen Fleck trägt. Ein anderer sehr beliebter Schaupieler ist Cüneyt Arkin, der eher in historischen Filmen oder Action-Filmen zu sehen ist. Er kämpft in Historienfilmen gegen Christen , oder tritt als Polizist gegen Gangster an.
Im türkischen Kino erscheinen aber auch Filme mit ernsthafterer Thematik. Zum Beispiel wird im Film Viontele beschrieben, welche Auswirkungen der erste Fernseher in einem abgelegenen Dorf auf die Menschen gehabt hat. Dabei werden politische und soziale Faktoren vor allem unterstrichen. Ein anderes Beispiel ist der Film Gunese Yolculuk, der das Problem der Kurden in der Türkei behandelt.
Der vielleicht wichtigste türkische Regisseur, Drehbuchautor und Darsteller ist aber Yilmaz Güney. Dieser Kurde wurde als Schauspieler zu einem Volkshelden der Türkei. Güney hat als Regisseur mit seinem Film Yol-der Weg 1982 die Goldene Palme beim Filmfestval in Cannes gewonnen. Der Film wurde während der Exilzeit des Regisseurs fertiggestellt und hat sich somit der türkischen Zensur nicht unterwerfen müssen.
Der große Jury-Preis wurde in Cannes auch in 2003 von einer turkischen Produktion gewonnen: Uzak-Weit von Nuri Ceylan. Die beiden Hauptdarsteller aus dem Film haben auch den Preis für die besten Schauspieler gewonnen. Uzak ist ein Film über die Situation eines modernen türkischen Mannes, welcher in der Großstadt lebt, sich aber in das Private zurückzieht.
Ein weiterer berühmter Film ist Kurtlar Vadisi-Irak, der von Regisseur Erdar Akar gedreht wurde. Der Film gilt mit einem Budget von 10 Millionen Dollar als der teuerste türkische Kinofilm aller Zeiten. Er basiert auf einer sehr beliebten Serie: Kurtlar Vadisi. Dabei ist ein Kamf zwischen dem Guten, dargestellt von einem türkischen Gehiemagenten, und dem Bösen, dargestellt von den US-Amierkanern im Irak. Der Film wurde stark von der USA kritisiert, da er als antiamerikanisch empfunden wurde.